Lieferschwelle in der EU - wie man es richtig macht

Wann und wo ist die Lieferschwelle überschritten? Wann muss ich optieren? Alles rund ums Thema Lieferschwellen in Europa

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Wie hoch ist die Lieferschwelle in Österreich oder Frankreich? Was tun, wenn die Lieferschwelle überschritten wurde? Wir kennen die Antworten.

Der europäische Versandhandel bietet aktuell große Wachstumschancen für alle Onlinehändler. Egal, ob klein oder groß, via ebay, Amazon oder dem eigenen Onlineshop. Mehr als 300 Mio. Verbraucher in Europa kaufen online und es werden jeden Tag mehr. Doch bleiben die Verkäufe über die nationalen Grenzen (Cross-Border-Sales) in der EU weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Einer der Hauptgründe ist, dass der Onlinehandel an der Landesgrenze auch an steuerrechtliche Grenzen stößt.

Was ist eine Lieferschwelle und was soll das?

Kurz gesagt: Eine Lieferschwelle ist der maximale Umsatz, den ein Händler in einem anderen EU-Land mit Privatpersonen machen darf, ohne in dem Land die Umsatzsteuer zahlen zu müssen. Die Lieferschwellen bezeichnen den Netto-Warenwert (ohne Umsatzsteuer) im laufenden Kalenderjahr, bis zu dem die Lieferungen mit der Steuer des Abgangslandes abgerechnet werden können.

Lieferschwelle überschritten - was tun und wie kann mir DutyPay helfen?

Als Versandhandelsregelung wird umgangssprachlich die Regelung des § 3c UStG bezeichnet. Die Regelung ist Teil der umsatzsteuerlichen Ortbestimmung und bewirkt im Grundsatz, dass die Umsatzsteuer bei Versendungen von Unternehmern an Privatpersonen bei Überschreiten der Lieferschwelle innerhalb der EU im Land des Empfängers zu besteuern sind.

Der Unternehmer muss sich in diesem Fall dann im Bestimmungsland umsatzsteuerlich registrieren und die Umsatzsteuer zu dem in diesem Land geltenden Satz in Rechnung stellen (Bestimmungslandprinzip).

Kurz gesagt: ist für ein Bestimmungsland die Lieferschwelle überschritten, so muss man sich in diesem Land umsatzsteuerlich registrieren.

DutyPay hat sich zum Ziel gesetzt, den Onlinehandel in Europa einfacher zu machen. Ist die Lieferschwelle in einem Land erstmal überschritten, so muss eine Registrierung bei ausländischen Finanzämtern stattfinden. Wir unterstützen Sie deshalb bei allen Fragen rund um die Themen Lieferschwelle und rechtskonformer Handel in Europa.

    Wir übernehmen für Sie:
  • Korrespondenz mit Finanzämtern im EU-Ausland
  • Gemeinsame Zusammenstellung relevanter Registrierungsunterlagen
  • Übersetzungen und Beglaubigungen
  • Registrierungen für Umsatzsteuer in der ganzen EU
  • Monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen, Intrastat Meldungen, Zusammenfassende Meldungen (ZM), Kontrollmeldungen, Jahresmeldungen
  • Kontinuierliche Beratung und Unterstützung durch unsere VAT-Account Manager

Auch nach dem Registrierungsprozess stehen Ihnen unsere VAT-Account Manager beratend zur Seite und unterstützen Sie und Ihren Steuerberater bei Themen, wie Lieferschwellenüberwachung, korrekte Buchhaltung, sowie bei allen weiteren Fragen. Vereinbaren Sie noch heute ein kostenloses Erstgespräch mit einem unserer Experten. Wir entwickeln für Sie eine individuelle Lösung.

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Beispiel Lieferschwelle Österreich

Ein deutscher Unternehmer darf an Privatkunden in Österreich Waren im Wert von insgesamt bis zu 35.000 EUR im Kalenderjahr liefern und mit deutscher Umsatzsteuer abrechnen. Überschreitet er am 15.06.2015 den Betrag, verlagert sich bereits für am 15.06.2015 ausgeführte Umsätze der Lieferort nach Österreich. Der deutsche Unternehmer muss:

  • sich in Österreich umsatzsteuerlich registrieren
  • seinen Umsatz mit 20% österreichischer Umsatzsteuer abrechnen
  • in Österreich eine Umsatzsteuererklärung abgeben und die österreichische Umsatzsteuer abführen

Erst wenn die jeweilige Lieferschwelle überschritten wird, ist die Versandhandelsregelung anwendbar. Der Umsatz, mit dem die Lieferschwelle überstiegen wird, muss bereits mit der ausländischen Steuer versteuert werden. Wurde die Lieferschwelle in einem Jahr überstiegen, muss auch im Folgejahr die Umsatzsteuer im anderen Land entrichtet werden, unabhängig vom Umfang der Warenlieferungen.

Solange man sich unterhalb der Lieferschwelle befindet, hat man die Möglichkeit den Ort der Lieferung direkt in das Bestimmungsland zu verlegen. Das ist die sogenannte Optierung.

Aktuelle Lieferschwellen 2017 in der EU auf einen Blick

EU-Staat Lieferschwelle In Euro Standart-USt-Satz
Belgien 35.000 EUR 21%
Bulgarien 70.000 BGN 35.791 EUR 20%
Dänemark 280.000 DKK 37.557 EUR 25%
Deutschland 100.000 EUR 19%
Estland 35.000 EUR 20%
Finnland 35.000 EUR 24%
Frankreich 35.000 EUR 20%
Griechenland 35.000 EUR 24%
Irland 35.000 EUR 23%
Italien 35.000 EUR 22%
Kroatien 270.000 HRK ca. 36.000 EUR 25%
Lettland 24.000 LVL 34.052 EUR 25%
Litauen 125.00 LTL 36.203 EUR 21%
Luxemburg 100.000 EUR 17%
Malta 35.000 EUR 18%
Niederlande 100.000 EUR 21%
Österreich 35.000 EUR 20%
Polen 160.000PLN 40.293 EUR 23%
Portugal 35.000 EUR 23%
Rumänien 118.000 RON 28.012 EUR 20%
Schweden 320.000 SEK 36.232 25%
Slowakei 35.000 EUR 20%
Slowenien 35.000 EUR 22%
Spanien 35.000 EUR 21%
Tschechien 1.140.000CZK 46.570 EUR 21%
Ungarn 8.800.000 HUF 32.257 EUR 27%
Vereinigtes Königkreich 70.000 GBP 81.843 EUR 20%
Zypern 35.000 EUR 18%

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Viele Onlinehändler verkaufen bereits erfolgreich über die Landesgrenzen und erfreuen sich an stetig steigenden Umsätzen. Doch mit dem Erfolg kommt auch die Verpflichtung zur steuerlichen Registrierung in diesen Ländern.

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